
Die Ergebnisse der jüngst veröffentlichten Sicherheitsbefragung der Stadt Stuttgart zeigen: Unsere Stadt ist insgesamt sicher. Dennoch gibt es Handlungsbedarf in einzelnen Bereichen. Für die Fraktionsgemeinschaft SPD und Volt steht dabei der Ansatz „Prävention vor Reaktion“ im Mittelpunkt. „Wir begrüßen es sehr, dass die Stadt die Ergebnisse der Sicherheitsbefragung veröffentlicht hat. Diese Befragung hatten wir 2022 beantragt (Antrag 402/2022), um ein fundiertes Bild der Sicherheitslage zu erhalten. Die Ergebnisse zeigen deutlich, wo Stärken liegen und wo nachgebessert werden muss“, erklärt Dejan Perc.
Unsere Vorschläge für ein sichereres Stuttgart
Um die objektive und subjektive Sicherheitslage nachhaltig zu verbessern, fordert die Fraktionsgemeinschaft ein umfassendes Maßnahmenpaket:
- Stuttgart rund um die Uhr denken: Die Innenstadt muss auch nachts attraktiv und sicher sein. Das beinhaltet gut beleuchtete Wege zwischen Unterhaltungsvierteln, Bars und Clubs sowie eine Förderung der Innenstadt als Wohnort.
- Sicherheitsbegehungen: Systematische Analysen von Problemzonen stärken Vertrauen und helfen, gezielte Maßnahmen umzusetzen.
- Städtebauliche Maßnahmen: Attraktive öffentliche Räume, die Leerstand vermeiden und unterschiedliche Bevölkerungsgruppen anziehen, fördern das Sicherheitsgefühl.
- ÖPNV stärken: Verbesserte Beleuchtung, Ruftaxi-Angebote und mehr Sicherheitspersonal erhöhen die Sicherheit, insbesondere abends und am Wochenende
- Spezifische Maßnahmen für gefährdete Gruppen: Junge Frauen mit und ohne Migrationshintergrund und andere Gruppen, die sich besonders unsicher fühlen, brauchen gezielte Unterstützung.
- Respekt fördern: Programme gegen Respektlosigkeit sollen ausgeweitet und durch einen Leitbildprozess ergänzt werden.
- Positive Imagekampagne: Vorurteile über die Innenstadt können durch eine gezielte Kampagne abgebaut werden.
- Regionale Zusammenarbeit: Präventionsmaßnahmen müssen das Umland stärker einbeziehen, da viele Straftäter*innen nicht aus Stuttgart stammen.
- Kriminalprävention verstärken: Eine zusätzliche Stelle soll Präventionskurse in Schulen und Vereinen ermöglichen.
- Ahndung von Regelverstößen: Falschparken und andere Verstöße müssen konsequenter sanktioniert werden.
- Dialog mit den Bezirken: Die Studienergebnisse sollen in den Stadtteilen diskutiert und Maßnahmen vor Ort entwickelt werden.
- Gewaltprävention bei jungen Männern: Gewaltlegitimierende Männlichkeitsnormen sollen durch Programme und Kampagnen abgebaut werden.
„Sicherheit ist ein Grundbedürfnis. Es braucht durchdachte und zielgerichtete Maßnahmen, die an den Ursachen ansetzen – statt mit Repressionen Ängste zu schüren. Wir setzen auf Prävention und Dialog, um Stuttgart sicherer zu machen“, so Dejan Perc abschließend.