
Unsere Stadt ist nachts nicht nur ein Magnet für Nachteulen, Clubbesucher*innen und Gäste aus der Region, sie bringt auch Herausforderungen mit sich: die Fragen nach Sicherheit, dem Leerstand in der Innenstadt und die Balance zwischen Clubkultur, Einzelhandel und Freiräumen beschäftigen Bürger*innen, Politik und Wirtschaft gleichermaßen. Diese Themen wurden im Rahmen unseres innovativen Formats „Durch die Nacht“ auf die Straße gebracht und lebendig diskutiert.
Mit Expert*innen aus dem Stuttgarter Clubkollektiv e.V., dem Nachtmanager Nils Runge, dem Team der Nachtboje und der Kriminalprävention wurden Stuttgarts Potenziale und Herausforderungen beleuchtet. Auch die Perspektive der Jugend kam nicht zu kurz: Matthewos Mebrahtu, Sprecher des Jugendgemeinderats, hob die Bedeutung von Freiräumen und konsumfreien Orten für junge Menschen hervor, sowie den Wunsch nach sicheren Heimwegen. Die vielen Gäste der Tour lieferten ebenfalls spannende Beiträge und Impulse.
Eine belebte Stadt ist auch eine sichere Stadt, das wurde schnell klar. Auch wirtschaftlich spielt das Nachtleben eine relevante Rolle: Viele arbeiten in diesem Sektor und eine funktionierende Nachtgastronomie steigert den Standortfaktor. Im Nachtleben entsteht aber auch Lärm, der vor allem bei der Frage nach Wohnraum in der Innenstadt zum Konfliktthema werden kann, dies muss gut moderiert werden – eine nicht ganz leichte Aufgabe, die der Nachtmanager, aber auch die Kommunalpolitik meistern muss, wenn wir so lebendig bleiben wollen.
Für die Fraktionsgemeinschaft SPD und Volt war der Abend ein Erfolg. Wir konnten wichtige Themen aufgreifen und Impulse für unsere politische Arbeit mitnehmen. Mit Formaten wie „Durch die Nacht“ möchten wir zeigen, dass politische Diskussionen auch außerhalb üblicher Kontexte stattfinden können und müssen. Denn die Herausforderungen der Nacht gehören ins Zentrum der Debatte um eine lebendige und lebenswerte Innenstadt.