Beschlüsse des Ortsvereins


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17.5.2018: Min-Max-Lohn

Empfänger: SPD Bundesparteitag

Antragsbegehren

Der Mindestlohn wird dynamisch an den Durchschnittslohn gekoppelt. Die SPD setzt eine
Kommission ein, die eine Maximal-Lohn-Einführung prüft und Vorschläge erarbeitet.

Begründung

Lohngerechtigkeit kann es nur geben in einer angemessenen Spanne zwischen dem
geringsten und dem höchsten Lohn. Lohn erhält man für Arbeit. Die Qualität der Arbeit setzt
sich zusammen aus Umfang und Intensität. Demzufolge sollte das Lohneinkommen nur je
nach Umfang und Intensität der Arbeit variieren: Ein Arbeiter arbeitet mehr Stunden, der
andere weniger; eine Arbeiterin hängt sich voll rein, die andere lässt es eher locker angehen.
(Talent wird weder vergütet noch besteuert!)
Die Spanne ist als gerecht gedacht, wenn sie symmetrisch ist zum Durchschnitt (Annahme
einer Normalverteilung): Die Mehrheit ist dann das Maß; ein Maß, von dem Arbeiter*innen
nach unten und nach oben abweichen und zwar so, dass je extremer die Abweichung ist,
desto seltener kommt sie vor.
Die Spanne ist von unten begrenzt durch das Existenzminimum: der Stundenlohn muss
ausreichen, dass damit eine Arbeiterin bei durchschnittlicher Arbeitszeit ihren
Lebensunterhalt bestreiten kann. Die maximale Spanne beträgt demnach die doppelte
Differenz aus Durchschnittseinkommen und Existenzminimum.
Die Spanne hängt zudem ab vom Verhältnis von Erwerbsuchenden und Erwerbstätigen
(Erwerbsuchendenquotient) derart, dass sich die Spanne verkürzt, je mehr Menschen einen
Erwerb suchen. Damit besteht ein Anreiz zur Anstellung von Erwerbsuchenden. Gleiches gilt
für den Preisindex: hohe Verbraucherpreise verkürzen die Spanne.
Beschreibt man die Lohnspanne (L) als eine Funktion von Durchschnittslohn (μ),
Erwerbsuchendenquotient (ESQ) und Preisindex (PI), so ergibt sich:

MinMaxLohnFormel

wobei beispielhaft

Für die Bundesrepublik Deutschland ergibt sich so bei 41,4 Mio. Erwerbstätigen, 1,7 Mio.
Erwerbsuchenden, einem Preisindex von 1,093, einem Arbeitsvolumen von 58,9 Mrd.
Stunden im Jahr und einem jährlichen Durchschnittslohn von 44.400 Euro bezogen auf einen
nominalen Mindestlohn von 8,90 €/h ein Mindestlohn in Höhe von 9,70 €/h und ein
Maximallohn in Höhe von 58,40 €/h. (Vgl. nachstehendes Schaubild.)

Die Regionalisierung verdeutlicht das Potenzial einer dynamisierten Kopplung von Mindest-
und Maximallohn. Für Baden Württemberg (5,8 Mio. Erwerbstätige, 182.000
Erwerbsuchende, 1,087 Preisindex, 8,4 Mrd. Arbeitsstunden und 53.200 Euro
Durchschnittslohn) ergäbe sich ein Mindestlohn in Höhe von 9,70 €/h und ein Maximallohn
in Höhe von 70,30 €/h.

 

 

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